Eine kurze Geschichte der “Four Nations”

Der English Billiards – Ländervergleichskampf “Four Nations” findet am 18./19. 11. 2017 beim HSEBC statt. Martin Schmidt hat dafür die Geschichte dieses Events zusammengefasst, und weitere nützliche Informationen aufbereitet. Das Turnier findet jeweils von 09:15 – 18:00 Uhr statt, Zuschauer sind sehr gerne gesehen und herzlich willkommen!

Four-Nations-Turnier

Das Four-Nations-Turnier ist ein freundschaftlicher Ländervergleichskampf zwischen England, Irland, Nordirland und Österreich, der einmal jährlich abgehalten wird. Der Austragungsort wechselt rotationsweise, sodass jedes Land einmal in vier Jahren zum Gastgeber wird. Ursprünglich wurde das Turnier zwischen den drei Inselnationen gehalten, das erste “Tri-Nations”-Tournament fand im Jahr 1998 statt. Der englische Billiards-Enthusiast Phillip Welham und der leider schon verstorbene Andrew Grice, der damals in Österreich gelebt hat und dem zu einem großen Teil das Aufleben der österreichischen Billiards-Szene zu verdanken ist, waren stets um den Nachwuchs der Randsportart bemüht und engagierten sich für die Teilnahme Österreichs an dem Ländervergleichskampf. So wurde im Jahr 2006 aus dem “Tri-Nations” das “Four-Nations” Turnier, in dieser Form existiert es bis heute.

Seit Bestehen des Turniers haben die Engländer den ersten Platz belegt. Ähnlich wie im Snooker schöpft man aus dem mit Abstand größten Spielerpool. Den zweiten Platz machten sich bisher Irland und Nordirland aus – bis sich 2016 dann erstmals die Nordiren durchsetzen konnten, England blieb der zweite Platz, Irland wurde Dritter. Österreich sieht sich bis dato in der Rolle des heranwachsenden Vierten – bisher gelang es noch nicht, sich von der Schlusslichtrolle zu lösen.
Es gilt, noch viel Erfahrung zu sammeln, die anderen Teams sind in dieser Hinsicht viele Jahre voraus.  Doch die Tendenzen deuten darauf hin, dass dies früher oder später klappen wird, hat man sich doch von bescheidenen 3 Punkten zu Beginn auf immerhin 20 (in Derby, EN 2014) – hochgearbeitet.  Heuer wird es zwar nicht leicht, zumal auf zwei starke Stammspieler, Stefan und Felix Knoll verzichtet werden muss. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt  –  wir wünschen unseren Teilnehmern alles Gute!

Zum Format:

Es werden grundsätzlich zwei verschiedene Modi ausgetragen.

  • Timed-Format: Derjenige Spieler, der mit Ablauf einer vereinbarten Zeitspanne (hier 90 min.) mehr Punkte erzielt hat, gewinnt die Partie. Es gibt zwei Matchpunkte für ein gewonnenes Match, einen Matchpunkt für den unwahrscheinlichen Fall eines Remis.
  • Points-Format: Der Spieler, dem es als erstes gelingt, die vorgegebene Punktezahl von 150 zu erreichen, gewinnt das Frame. Im Fall des 4-Nations-Turniers besteht ein Match aus 2 Frames. Es gibt für jedes gewonnene Frame einen Matchpunkt. Aus organisatorischen Gründen werden die Points-Sessions ebenfalls mit 90 Minuten beschränkt. Wird aufgrund dessen ein Frame vorzeitig beendet, so gewinnt derjenige Spieler den Frame, der gerade in Führung ist.

Jedes der vier Teams (bestehend aus jeweils mindestens 6 Spielern) begegnet jedem anderen genau zweimal – einmal im Timed- und einmal im Points-Format. Eine Begegnung zweier Länder besteht aus sechs Einzel-Matches. Traditionellerweise werden die Sessions abwechselnd ausgetragen, einmal 90 Minuten Timed, einmal 2 Frames 150-up. Die maximal erreichbare Punktezahl für ein Team insgesamt ist also

2 (Modi) * 3 (Begegnungen) * 6 (Einzel-Matches) * 2 (Punkte pro Match)   = 72.

Sieger ist jenes Team, das die meisten Matchpunkte erzielt.

Das Österreichische Team:

  • Markus Bauer
  • Werner Rieschl
  • Martin Schmidt
  • Emanuel Stegmeier
  • Patrick Stegmeier
  • Carl Walter Steiner

Nähere Infos zu den Spielern aller Nationen sowie alle Informationen zum Wochenende finden sich im 4nations_programmheft


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